Das ist eine kurze Geschichte über den Leichtathlet Roy Ceron und die Bedeutung der Teilnahme an den Special Olympics World Games Berlin 2023 für sein Team, seine Schule, die Insel Guadeloupe und seine persönliche Entwicklung.
Athlet Roy Ceron wird als Kurzstreckenläufer in der Sportart Leichtathletik bei den Welstspielen 2023 teilnehmen.
Die Reise nach Berlin wird dabei die erste große Reise in seinem Leben: „Ich fliege dann zum ersten Mal." Der 1.90m groß gewachsene Athlet ist jedoch an kleinere Reisen gewöhnt, die er von seiner Heimatinsel Guadeloup zu seiner Trainingstätte und Schule am Institut Médico-Educatifs (IME) auf der benachbarten Insel Marie-Galante zurücklegt. Dafür muss Roy Ceron oftmals um 5 Uhr morgens aufstehen, um die erste Fähre zu erwischen.
Geschwindigkeit macht mir Freude.
Das Institut Médico-Educatifs (IME) ist eine Schule und medizinische Einrichtung, in der 58 Kinder und Jugendliche leben. Auch die Direktorin Nadine Pelage freut sich über die Teilnahme von Roy bei den Weltspielen:
„Es ist das erste Mal, dass wir an den Special Olympics teilnehmen. Sport spielt eine wichtige Rolle in unserer Arbeit, wie auch Tanz und Musik, weil das die motorischen, kognitiven und koordinativen Fähigkeiten stärkt. Dass wir als ganz kleine Insel jetzt zu den Weltspielen von Special Olympics nach Berlin fahren können, macht uns sehr glücklich. Es ist eine großartige Gelegenheit für unsere Sportlerinnen und Sportler, sehr besondere Erfahrungen zu machen. Die ganze Welt wird da sein, und wir auch“, freut sich Pelage.
Die Leidenschaft fürs schnelle Laufen
Roy Ceron hat für sich den Sport entdeckt. „Geschwindigkeit macht mir Freude.“, erzählt er, und strahlt dabei versonnen. Gemeinsam mit seinem Trainer Lucien Lyncee arbeitet Ceron mit besonders großer Freude an seiner Technik und daran, seine Kräfte auf die 100 Meter gut einzuteilen.

Lyncee ist ein Trainer, der ganz individuell mit seinen Athlet*innen arbeitet und Wert auf einen behutsamen Umgang legt. Mit Roy arbeitet er schon länger zusammen und ist fasziniert von seiner Entwicklung durch den Sport.
„Er war früher viel scheuer. Am Anfang brachte man kaum ein Wort aus ihm heraus. Inzwischen aber kann er sich gut ausdrücken.“, erzählt Lyncee. Für diese Entwicklung macht Lyncee auch den Sport, das Training und die vielen gemeinsamen Erlebnisse verantwortlich.
Roys Pläne für die Zukunft
Auch Zukunftspläne hat Roy schon gefasst: „Nach der Schule möchte ich gern in einem Hotel arbeiten." Aber erst einmal freut er sich auf den Sommer in Berlin bei den Weltspielen.
Wir freuen uns auch, dich und dein Team bei den Special Olympics World Games Berlin 2023 willkommen zu heißen!